Worauf
muss ich bei meinem Kaninchen achten?
Fellpflege ist bei Normalhaarkaninchen nicht erforderlich,
da sich das Kaninchen mehrmals täglich selber putzt.
Bei Langhaarrassen ist es jedoch zu empfehlen, das Fell des
Kaninchens regelmäßig zu bürsten, damit es
nicht verfilzt.
Bei der Käfighaltung können sich die Krallen der Kaninchen
nicht mehr richtig abnutzen. Sie sollten regelmäßig die
Länge der Krallen kontrollieren, ragen diese deutlich über
das Fell hervor, müssen sie mit einem Krallenschneider gekürzt
werden.
Kontrollieren sie auch regelmäßig die Zähne des Kaninchens.
Bei einer normalen Gebissstellung ragen die oberen Schneidezähne über
die unteren. Bei einer Fehlstellung können sich die Schneidezähne
nicht mehr abnutzen und wachsen stark in die Länge.
Die Afterregion des Kaninchens sollte auch regelmäßig kontrolliert
werden, da es vorkommen kann, dass sich weichere Kotballen dort verkleben,
sind diese erst hart geworden, kann das Kaninchen sie nicht alleine
entfernen. Kotklumpen können mit einem feuchten Lappen oder unter
fließendem Wasser entfernt werden.
Stallhygiene
Bei der Haltung von einem Kaninchen, sollten sie den Stall
einmal in der Woche säubern, bei einer Pärchenhaltung
ist eine Reinigung eventuell bereits in kürzeren Abständen
nötig.
Mindestens einmal im Jahr sollten sie eine Grundreinigung und Desinfektion
durchführen. Nach Möglichkeit sollten sie den Stall ausspülen
oder mit einem Dampfstrahler reinigen. Bei Außenställen
aus Holz empfiehlt es sich den Käfig zusätzlich mit einem
Bleichmittel auf Chlorbasis zu reinigen.
Rückstände von Urinstein können mit Hilfe von Essigessenz
oder Zitronenessenz entfernt werden.
Woran erkenne ich, wenn mein Kaninchen krank ist?
Wenn ein Kaninchen nicht mehr frisst, trinkt und apathisch
im Stall hockt ist dies meist ein ernstes Anzeichen dafür,
das etwas nicht stimmt, in diesem Fall sollte umgehend ein
Tierarzt aufgesucht werden.
Besonders gefährlich sind Erkrankungen der Atemwege und des Verdauungsapparats.
Niesen mit Nasenausfluss sind Symptome des ansteckenden Kaninchenschnupfens.
Erkrankte Tiere müssen umgehend isoliert und vom Tierarzt mit
Antibiotika behandelt werden. Der Käfig muss gereinigt und desinfiziert
werden.
Starker anhaltender Durchfall mit Abgabe von glasigem Schleim ist Anzeichen
einer Kokzidiose, einer gefährlichen Darmerkrankung, erkrankte
Kaninchen müssen schnellstmöglich vom Tierarzt behandelt
werden.
Gibt es Schutzimpfungen gegen Kaninchenkrankheiten?
Es gibt Schutzimpfungen gegen die Chinaseuche (RHD), Myxomatose
und den ansteckenden Kaninchenschnupfen.
Die Impfung gegen die Chinaseuche sollten sie in jedem Fall durchführen
lassen, dafür ist einmal im Jahr eine Injektion notwendig. Eine
Impfung gegen Myxomatose ist nur in bestimmten Gebieten notwendig.
Da Myxomatose durch Insekten übertragen wird, ist eine Impfung
ratsam, wenn sie in der Nähe von Gewässern oder Waldgebieten
mit häufigem Wildwechsel leben. Der Impfschutz gegen Myxomatose
muss halbjährlich aufgefrischt werden.
Von der Impfung gegen Kaninchenschnupfen rate ich eher ab, da diese
für die Kaninchen nicht gut verträglich ist und es an der
Injektionsstelle zur Bildung von Abszessen kommen kann. Bei ausreichender
Stallhygiene und guter Pflege ist eine Infektion mit Kaninchenschnupfen
unwahrscheinlich.