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Hermelin Rotauge


Farbenzwerg weißgrannen-blau

 
Das Hauskaninchen ist die domestizierte Form des Europäischen Wildkaninchens (Oryctolagos cuniculus). Das Kaninchen ist kein Nagetier, sondern gehört, ebenso wie der Feldhase, zu der selbständigen Ordnung der Hasentiere (Lagomorpha).

Das Wildkaninchen war in vorgeschichtlicher Zeit über Europa und Teile Nordafrikas verbreitet. Während der letzen Eiszeit wurden dessen Bestände auf Nordafrika und die Iberische Halbinsel begrenzt. Von dort aus besiedeltet es nach dem Ende der Eiszeit wieder den europäischen Kontinent.
Knochenfunde aus Südfrankreich belegen, dass das Wildkaninchen im 7. und 8. Jahrtausend vor Christus den Hauptteil am Fleischverzehr der dortigen Bevölkerung ausmachte.

Einen der ersten Schritte zur Domestikation des Wildkaninchens unternahmen die Römer, indem sie Kaninchen in ummauerten Gehegen (Leporarien) hielten, um ihre ständige Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Der Übergang von der Gehege zur Käfighaltung erfolgte im Mittelalter. Entscheidender Wegbereiter dieser Entwicklung waren die Klöster. Eine andere Form der Käfighaltung stellte auch die im Mittelalter verbreitete gemeinsame Haltung von Rindern und Kaninchen im selben Stall dar.

In diesen Zeitraum fällt auch die erstmalige Erwähnung neuer Kaninchenrassen, unter anderem von weißen, aschgrauen, schwarzen und gescheckten Kaninchen. Im 16. Jahrhundert wird erstmalig auch von Kaninchen berichtet, die viermal so groß waren, wie Wildkaninchen. Stand anfänglich bei der Kaninchenhaltung nur die Fleischerzeugung im Vordergrund, wurde nach Auftreten der ersten Mutationstypen auch die Nutzung von Kaninchenfellen für die Pelzverarbeitung immer wichtiger, in diesem Zusammenhang sei auf das Auftreten des Angorakaninchens Anfang des 18. Jahrhunderts verwiesen.

Ein sprunghafter Anstieg der Kaninchenrassen ist Ende des 19. Jahrhunderts mit der Gründung von Kaninchenzuchtvereinen zu verzeichnen. Durch Selektion anhand äußerer Merkmale, konnte eine Gewichtssteigerung auf über 7 kg, sowie eine große Vielfalt bezüglich Haarfarbe, -länge und -struktur erzielt werden.

Zwergformen des Kaninchens entstanden erst im letzten Jahrhundert. Im Jahre 1884 trat in England erstmals das Hermelinkaninchen auf, welches 1918 nach Deutschland gelangte. Die ersten als "Farbenzwerge" bezeichneten farbigen Zwergkaninchen wurden erstmals 1938 von dem Schmied Hoefman aus dem Niederländischen Brielle erzüchtet, indem er Hermelinkaninchen mit Wildkaninchen kreuzte. Im gleichen Jahr wurden die ersten Farbenzwerge auf einer holländischen Schau in Haarlem gezeigt und 1940 in den holländischen Standard aufgenommen.
Infolge der Kriegs- und Nachkriegsereignisse, musste die Zucht der Farbenzwerge 1945 erneut begonnen werden.
In Deutschland wurden die Farbenzwerge 1956 in den deutschen Standard aufgenommen. Mittlerweile sind die meisten der zugelassenen Kaninchenfarben und -zeichnungen anerkannt. Zu den jüngeren Zwergrassen zählen Zwergrex-, Zwergfuchs-, Zwergschecken- und Zwergwidderkaninchen.

Quellenangaben:

Scholz, Hans-Peter
Kaninchenkompass, Oertel und Spörer Verlag, 3. Auflage

Wikipedia -Die freie Enzyklopädie-
Farbenzwerge


Zwergrex castor



Zwergfuchskaninchen weiß Rotauge

 


Zwergschecke

Zwergwidder

 

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