Was
spricht gegen eine Einzelhaltung?
In freier Wildbahn leben Kaninchen in großen Gruppen zusammen,
sie sind von Natur aus gesellige Tiere und keine Einzelgänger,
wie Beispielsweise der Feldhase.
Die Einzelhaltung widerspricht daher einer artgerechten Haltung.
Auch der täglich Kontakt mit dem Menschen kann den Artgenossen
nicht ersetzten.
Kann man gleichgeschlechtliche Tiere vergesellschaften?
In viele Ratgebern für Kaninchen kann man lesen, man könne
gleichgeschlechtliche Tiere, so z. B. zwei Häsinnen, Mutter
und Tochter oder zwei Schwestern aus einem Wurf dauerhaft vergesellschaften.
Diese Aussagen sind allerdings nicht richtig. Mit dem Einsetzten
der Geschlechtsreife entwickeln Kaninchen ein Territorialverhalten
und beanspruchen ihr eigenes Revier. Da sich gleichgeschlechtliche
Tiere in einem handelüblichen Käfig nicht ausreichend
aus dem Weg gehen können, kommt es sowohl zwischen Rammlern
als auch Häsinnen zu Revierkämpfen, die böse Bissverletzungen,
nicht selten mit Todesfolge, nach sich ziehen können.
Eine Haltung von Kaninchengruppen ist daher nur in großen
Freiläufen möglich, in dem die Tiere sich gegenseitig
ausweichen können.
Eine Vergesellschaftung von Rammler und Häsin ist hingegen
auch in Käfigen mit Standardmaßen problemlos möglich.
Um Nachwuchs zu vermeiden, kann man den Rammler ab der 14. -16.
Woche kastrieren lassen.
Kann man Kaninchen und Meerschweinchen vergesellschaften?
In einigen Ratgebern ist ebenfalls nachzulesen, dass man Kaninchen
und Meerschweinchen vergesellschaften kann. Davor kann ich auch
nur dringend warnen. Ebenso wie zwischen gleichgeschlechtlichen
Kaninchen, kann es zwischen Kaninchen und Meerschweinchen zu Kämpfen
mit lebensgefährliche Verletzungen kommen.