
Bildquelle: Lehninger Biochemie; David Nelson,
Michael Cox |
Proteine sind Polymere,
die oft aus mehreren hundert Aminosäuren zusammengesetzt sind.
Die spezifische Funktion von Proteinen beruht auf ihrer dreidimensionalen
Struktur. Jedes Protein faltet sich in einer spezifischen Weise
zusammen. Die Faltung entsteht durch chemische Wechselwirkungen
zwischen den einzelnen Aminosäuren des Proteins.
Proteine erfüllen alle lebensnotwendigen Funktionen im Körper.
Ein wichtiges Strukturprotein ist das Keratin. Beispielsweise enthalten
die Haare von Säugetieren Keratin. Das Keratin verleiht dem Haar
die nötige Festigkeit. Das Keratinprotein gleicht einem Seil, mehrere
solcher Proteine sind zu Fibrillen gebündelt, die wiederum zu größeren
Fibrillen gebündelt werden. Die Haarzellen sind mit solchen Fibrillen
voll gestopft. Keratin findet sich jedoch nicht nur im Haar, sondern
z.B. auch in der Hornhaut und in den Fingernägeln.
Eine weitere wichtige Gruppe von Proteinen sind
die Enzyme. Die Enzyme katalysieren biochemische Reaktionen.
Die Verdauungsenzyme beispielsweise schließen die Nahrung
auf, die wir zu uns nehmen und machen sie für den Organismus
verwertbar.
Proteine sind auch nötig, damit wir uns
bewegen können. Die Muskelzellen sind voll gepackt mit Actomyosin,
einem so genannten Motorprotein, dass für die Muskelkontraktion
notwendig ist.
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