Mutationen verändern die genetische Information

Als Mutation bezeichnet man Veränderungen in den Erbanlagen. Die Auswirkungen von Mutationen können sehr unterschiedlich sein. Mutationen können zur Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes führen, im schlimmsten Falle zu starken Mißbildungen oder sogar zum Tod. Sie können aber auch zu Veränderungen im Stoffwechsel führen, die rein äußerlich nicht sichtbar sind, so z. B. erbliche Formen der Stoffwechselkrankheit Diabetis beim Menschen durch eine Mutation im Insulin-Gen oder auch einige Krebsformen.

Auch die Ursachen von Mutationen sind sehr unterschiedlich. Durch Einwirkung von Strahlung, wie Röntgenstrahlung oder UV-Strahlung oder aber durch bestimmte chemische Stoffe können die DNA-Bausteine chemisch verändert werden, so dass auch die gespeicherten Informationen abgewandelt werden.

Das Auftreten von Mutationen ist allerdings ein natürlicher Vorgang. Mutationen würden auch auftreten, wenn man alle oben genannten äußeren Einflüsse ausschalten könnte, da der biologische Kopiervorgang von DNA-Molekülen im Verlauf einer Zellteilung nicht ohne Fehler verläuft, diese kommen allerdings nur äußerst selten vor. Ohne das Auftreten von Mutationen wäre eine Evolution und die Entwicklung neuer Lebewesen nicht möglich gewesen.

Albinismus - Mutationen verändern den Melaninstoffwechsel

Bei Albinos liegt eine Störung des Melaninstoffwechsels vor. Melanine sind Pigmente, die, zum Schutz vor UV-Strahlung,  in Haut und Haare eingelagert werden. Die sichtbaren Auswirkungen dieser Gendefekte reichen von einer geringeren Pigmentierung (z.B. Marder, Siamesen, Russen) bis zum vollständigen Pigmentverlust (Alle Kaninchenrassen mit roten Augen und weißem Fell). Die Bildung von Melanin erfolgt in mehreren Schritten aus dem Ausgangsstoff Tyrosin.


Hermelin Rotauge

Bei Albinos kann durch die Mutation in einem Gen des Melaninstoffwechsels kein Pigment gebildet werden. Das Fell solcher Kaninchen bleibt weiß, die Krallen hornfarbig und da auch kein Pigment in die Iris eingelagert werden kann, sind die Blutgefäße der Netzhaut durch die Iris sichtbar und die Augen erscheinen rot. 

 


Farbenzwerg russenfarbig

Bei der Russenfärbung liegt aufgrund einer Mutation ebenfalls eine Störung des Melaninstoffwechsels vor. An bestimmten Körperteilen, wie an den Ohren der Nase und an den Füßen wird jedoch Pigment gebildet und das Fellhaar ist an diesen Bereichen dunkel gefärbt. Durch eine Mutation wurde der Melaninstoffwechsel so verändert das nur an den Stellen die schneller Wärme an die Umgebung abgeben und deswegen kälter sind, Pigment gebildet werden kann. In den wärmeren Bereichen kann kein Pigment gebildet werden.