Das Chromosom besteht aus einem ununterbrochenen DNA-Strang

Bildquelle: National Human Genome Research Institut

Der Name Chromosom leitet sich aus dem griechischen "Chroma" was Farbe und "Soma" was Körper bedeutet ab. Die Bezeichnung Chromosom  rührt daher, dass diese sich in den Zellen durch Anfärbung sichtbar machen lassen, so dass man sie durch ein Lichtmikroskop sehen kann. Ein Chromosom besteht aus einen ununterbrochenen DNA-Strang, der sehr viel länger ist als die Zellen, in denen sich die DNA befindet. Eine Zelle ist nur wenige 1000stel mm groß, die DNA-Moleküle einer Zelle allerdings würden beim Menschen eine Gesamtlänge von ca. 1 m bilden!
Damit die DNA-Moleküle oder Chromosomen in der Zelle Platz finden, müssen sie eng verpackt werden.
Dazu  ist der DNA-Strang um kugelförmige Proteine, die Histone, gewickelt. Diese wiederum sind zu einer Chromatinfaser aufgewickelt. Die Chromatinfaser wird noch weiter aufgewickelt und damit verkürzt. Den Prozess der Verkürzung und Komprimierung des DNA-Strangs auf eine Länge, die in der Zelle Platz findet, bezeichnet man als Kondensation.
Bei dem in der Abbildung dargestellten Chromosom, handelt es sich um ein Mitosechromosom. Diese Form tritt auf, kurz bevor eine Zellteilung stattfindet.
In dieser Phase wird die DNA am stärksten verkürzt,  um ca. das 7.000 bis 10.000fache ihrer tatsächlichen Länge. Zwischen den Zellteilungen liegen die Chromosomen weniger stark verkürzt vor.   
Das Mitosechromosom besteht aus zwei Chromatiden, das sind die beiden Schenkel der X-förmigen Struktur. Dabei handelt es sich jeweils um zwei getrennte DNA-Stränge, die identisch sind und in der Mitte, dem Centromer, zusammengehalten werden. Die beiden Stränge werden bei einer Zellteilung getrennt und auf die beiden Tochterzellen verteilt, vor der nächsten Zellteilung, muss der DNA Strang erneut verdoppelt werden.

 

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